Wichtige technische Spezifikationen des Wilson Blade Pro v3 2024
Der Tester von Probando Palas liefert eine detaillierte Analyse des Wilson Blade Pro v3 2024 und hebt seine Entwicklung als Power-orientiertes Padelracket hervor. Dieses Modell, das von Javi Garrido bei Premier Padel verwendet wird, zeichnet sich durch aktualisierte Materialien und Designanpassungen aus, die auf fortgeschrittene Spieler abzielen, die ein aggressiveres Spiel suchen.
- Form: Tropfenform
- Schlagflächenmaterial: 3K-Carbonfaser
- Kern: Wilsons festes EVA (das härteste im Wilson-Sortiment)
- Gewicht (getestetes Modell): 358g
- Balance: 270 mm (höher als bei früheren Versionen)
- Oberfläche: Tiefe 3D-Struktur
- Griff: Standardgröße, mit Wilsons charakteristischem Plug und gleitender Handschlaufe
Die auffälligsten Änderungen der v3 sind ein härterer Kern, eine ausgeprägtere raue Oberfläche und der Wegfall des zentralen Kunststoffteils im Herzen des Rackets, was alles zu einer höheren Balance und mehr Steifigkeit beiträgt.
Unterschiede zur Blade Pro v2 und deren Auswirkungen auf das Spiel
Im Vergleich zur Blade Pro v2 bietet die v3 ein härteres Spielgefühl und eine veränderte Balance, wodurch sie deutlich kraftvoller und weniger fehlerverzeihend für weniger erfahrene Spieler ist. Der Tester merkt an, dass die Vorgängerversion überraschend vielseitig war, mit mittlerem Touch und großzügigem Sweetspot. Im Gegensatz dazu fühlt sich die v3 „mittel-hart bis hart“ an und verlangt dem Spieler, besonders aus dem hinteren Feld, mehr Präzision und Technik ab.
Die neue 3D-Rauigkeit ist ausgeprägter und verbessert das Spinpotenzial sowie das Ballgefühl am Netz. Das aktualisierte Lochmuster, insbesondere mit zusätzlichen Löchern am oberen Rand, und der Wegfall des Kunststoffteils im Herzen des Rackets haben die Balance weiter nach oben verschoben, wodurch das Racket kopflastiger und offensiver ausgelegt ist.
Leistung aus dem hinteren Feld: technischer, weniger fehlerverzeihend
An der Grundlinie wird das Blade Pro v3 als Racket beschrieben, das technische Fähigkeiten belohnt. Der Sweetspot ist jetzt „standardgroß“ statt breit, und außermittige Treffer werden weniger verziehen. Spieler werden die erhöhte Balance und Steifigkeit bemerken, was bedeutet, dass das Racket in der Defensive oder beim Erzeugen von Power aus dem Stand wenig Unterstützung bietet. Es ist nicht unbequem, verlangt aber mehr Technik und Timing vom Spieler.
Trotz seiner Steifigkeit weist der Tester darauf hin, dass der feste EVA-Kern immer noch einen ordentlichen Ballauswurf bei mittleren Geschwindigkeiten bietet, sodass sich das Racket nicht wie ein „Brett“ anfühlt. Dennoch ist klar, dass die v3 nicht mehr der Allrounder ist, der die v2 war – sie ist ein Spezialwerkzeug für diejenigen, die ihren Anforderungen gewachsen sind.
Netzspiel und Volleys: ein echtes Powerracket für aggressive Spieler
Der Tester ist besonders begeistert von der Leistung der v3 am Netz. Die Kombination aus hoher Balance, steifem Gefühl und ausgeprägter Rauigkeit macht sie zu einem Highlight für Volleys, Smashes und aggressives Spiel. Beim Durchziehen durch den Ball liefert das Racket beeindruckende Power und Spin, wobei die raue Oberfläche für zusätzlichen Biss am Ball sorgt.
Bei Block- und Reaktionsvolleys fühlt sich der Sweetspot großzügiger an als im hinteren Feld, und die Trägheit des Rackets hilft, mit weniger Aufwand Tempo zu erzeugen. Stoppbälle und gefühlvolle Volleys profitieren vom festen, reaktionsschnellen Gefühl, sodass geübte Spieler die „Handbewegung kopieren“ und die Flugbahn des Balls präzise steuern können.
Überkopf, Bandejas und Smashes: außergewöhnlicher Spin und Power
In der Luft überzeugt das Blade Pro v3 weiterhin. Der Tester hebt seine Fähigkeit hervor, bei Bandejas, Viboras und Smashes viel Spin und Power zu erzeugen. Die hohe Balance und der steife Rahmen sorgen für einen explosiven Ballausgang bei sauberem Treffer und machen es zur Top-Wahl für Spieler, die Punkte mit aggressiven Überkopfschlägen abschließen.
Die ausgeprägte 3D-Rauigkeit wird positiv mit anderen Top-Rackets wie dem Fenix Pro verglichen und bietet hervorragenden Grip für Topspin- und Slice-Schläge. Der Tester merkt an, dass das Racket auch bei moderatem Kraftaufwand viel Power und Spin liefert und bei voller Beschleunigung zu einer „echten Kanone“ wird.
Kontrolle, Komfort und Gesamtspielbarkeit: Für wen ist die Blade Pro v3 geeignet?
Während die Blade Pro v3 in Sachen Power und Offensive glänzt, ist sie weniger vielseitig als ihr Vorgänger. Der Tester betont, dass dies kein Racket für Anfänger oder Spieler ist, die maximalen Komfort und Fehlerverzeihung suchen. Stattdessen eignet sie sich am besten für fortgeschrittene oder professionelle Spieler, die ein Racket wollen, das präzise auf ihre Technik reagiert und aggressives, schnelles Spiel belohnt.
Die Kontrolle ist am Netz und bei Überkopfschlägen ausgezeichnet, aber bei niedrigen Geschwindigkeiten oder aus dem hinteren Feld müssen Spieler mehr arbeiten, um das Maximum aus dem Racket herauszuholen. Der Sweetspot ist weniger fehlerverzeihend, und das steife Gefühl gefällt nicht jedem. Wer jedoch eine feste, progressive Rückmeldung mag und Power und Spin maximieren möchte, findet in der Blade Pro v3 eine der Top-Optionen für 2024.
Zusammenfassung der wichtigsten Bewertungen des Testers
- Power: Hervorragend, besonders am Netz und bei Smashes
- Spin: Exzellent, dank der tiefen 3D-Struktur
- Kontrolle: Sehr gut bei offensivem Spiel und am Netz, anspruchsvoller aus dem hinteren Feld
- Komfort: Mittel-hartes Gefühl; weniger fehlerverzeihend als frühere Versionen
- Sweetspot: Standardgröße, weniger großzügig als v2
- Am besten für: Fortgeschrittene, offensive Spieler, die ein technisches, kraftvolles Racket suchen
Der Tester kommt zu dem Schluss, dass der Wilson Blade Pro v3 wohl eines der besten Powerrackets in der Geschichte von Wilson ist und erstklassige Leistung für Spieler liefert, die ihren Anforderungen gewachsen sind.





