Der Prototyp-Testprozess hinter Xcalions Padel-Schlägern der nächsten Generation
Der Kanal gibt Einblicke in die selten gesehene Welt der Padel-Schläger-Prototypen und konzentriert sich auf die kommende Xcalion 2.0-Serie. Anders als die meisten Marken, die lediglich jährliche Updates veröffentlichen, basiert Xcalions Ansatz auf systematischen Tests und Innovationen, insbesondere beim Einsatz fortschrittlicher Materialien und der Gewichtsverteilung. Der Tester untersucht fünf verschiedene Prototypen, die jeweils einen Schritt in der Entwicklung zum Endprodukt darstellen, und teilt detaillierte Eindrücke vom Platz für jeden einzelnen.
Prototyp eins: Gewicht reduzieren und Balance erhöhen
Der erste Prototyp basiert auf dem beliebten S120-Modell, das für seine Vielseitigkeit und ausgewogene Performance bekannt ist. Der ursprüngliche S120 bietet:
- Gewicht: 336g
- Balance: 280mm
Im Prototyp gehen die Ingenieure von Xcalion an die Grenzen, indem sie das Gewicht auf 323g senken und die Balance auf 293mm erhöhen. Ziel ist es, trotz der leichteren Bauweise die Power zu erhalten – ein Markenzeichen der Marke. Auf dem Platz stellt der Tester fest, dass sich der Schläger mühelos bewegt und die höhere Balance das geringere Gewicht ausgleicht. Gefühl und Ballabgabe bleiben ähnlich wie beim S120, allerdings wird der Sweetspot etwas kleiner, vermutlich wegen weniger Material. Am Netz ist die höhere Balance spürbar, aber die Gesamt-Handhabung ist ausgezeichnet. Der Tester betont, dass trotz der Gewichtsreduzierung kaum Kraft verloren geht, jedoch der Sweetspot und außermittige Treffer leicht beeinträchtigt werden.
Prototyp zwei: Verbesserte Handhabung in einem Power-orientierten Rahmen
Der zweite Prototyp basiert auf dem H11, Xcalions kraftvollstem Schläger. Die Originaldaten des H11 sind:
- Gewicht: 356g
- Balance: über 280mm
Der Prototyp reduziert das Gewicht auf 348g und senkt die Balance auf 273mm. Diese Anpassung soll die Manövrierbarkeit verbessern, ohne zu viel Power einzubüßen. Auf dem Platz empfindet der Tester den Schläger als leichter schwingbar, besonders von der Grundlinie. In reinen Powersituationen verliert der Prototyp jedoch etwas von der Explosivität des Original-H11. Die Handhabung ist deutlich besser, aber der Kompromiss ist ein spürbarer Leistungsverlust. Der Sweetspot bleibt dank der niedrigeren Balance konstant, das Gesamtgefühl ist für Spieler, die eine leichtere Handhabung suchen, benutzerfreundlicher.
Prototyp drei: Neue 3D-Rauheit für mehr Spin
Beim dritten Prototyp experimentiert Xcalion mit der Oberflächenstruktur statt mit Gewicht oder Balance. Basierend auf dem H1 Max (mit Gewicht 336g und Balance 279mm) bleibt die Kern-Spezifikation gleich, aber es wird eine neue 3D-raue Oberfläche eingeführt. Das Vorgängermodell hatte eine lineare Rauheit, während der Prototyp ein verteilteres, mit Buchstaben versehenes 3D-Muster aufweist.
Beim Testen von Volleys und Stoppbällen bemerkt der Tester, dass die neue Rauheit das Spinpotenzial erhöht und ein etwas trockeneres, steiferes Gefühl vermittelt. Der Ball verlässt den Schläger schneller und mit mehr Effet, besonders bei Stoppbällen, die näher am Netz bleiben. Der Tester stellt fest, dass die Härte unverändert bleibt, das taktile Feedback jedoch anders ist und der erhöhte Spin eine klare Verbesserung für Spieler darstellt, die auf Effekte setzen.
Prototyp vier: Radikale Gewichtsreduzierung mit neuem Material und Lochmuster
Der vierte Prototyp, genannt Claren, stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Materialwissenschaft dar. Die Ingenieure von Xcalion haben ein neues Material entwickelt – Details bleiben vertraulich, aber Hinweise deuten auf eine Inspiration aus der Luftfahrt hin –, das es ermöglicht, den Schläger auf nur 312g zu bringen (möglicherweise unter 300g ohne Griffband und Overgrip).
Dieser Prototyp verfügt außerdem über ein neues Lochmuster, das laut Tester zu einer lineareren und homogeneren Rückmeldung beiträgt. Auf dem Platz ist die Handhabung des Claren herausragend, und trotz des ultraleichten Gewichts fühlt sich der Schläger nicht zu weich an. Die Ballabgabe bei mittlerem Tempo ist exzellent, und der Schläger bleibt auch bei höherer Geschwindigkeit progressiv. Der Sweetspot ist etwas kleiner als beim S120, aber vergleichbar mit dem H1 Max. Am Netz und im Überkopfspiel ermöglicht das geringe Gewicht schnelle Handbewegungen, allerdings müssen sich Spieler eventuell anpassen, um den Ball nicht zu überpowern. Die Power ist zwar reduziert, doch der Tester ist überrascht, wie gut der Claren bei Smashs und schnellen Ballwechseln abschneidet – eine echte Alternative für alle, die Leichtigkeit und Kontrolle priorisieren.
Prototyp fünf: Der fast finale Xcalion 2.0 mit neuem Material und Design
Der fünfte und letzte Prototyp, optisch noch geheim gehalten, vereint alle Erkenntnisse der vorherigen Modelle. Er nutzt das endgültige neue Material, ein überarbeitetes Lochmuster (ohne zentrale Löcher) und eine neue 3D-Rauheit. Das Gewicht ist nochmals geringer, dennoch wird das Gefühl als mittelhart bis hart beschrieben – irgendwo zwischen H1 Max und H11.
Auf dem Platz beeindruckt der größere Sweetspot und das trockene, kontrollierbare Spielgefühl. Das neue Lochmuster verbessert Kontrolle und Feedback, während die raue Oberfläche den Spin verstärkt. Der Schläger ist äußerst handlich, mit exzellenter Ballabgabe bei mittlerem Tempo und überraschender Power bei Beschleunigung. Der Tester betont, dass das Material, entwickelt von Ingenieuren aus Luftfahrt- und Automobilindustrie, sowohl Leichtigkeit als auch mechanische Festigkeit bietet. Der finale Prototyp fühlt sich kraftvoller an als der H1 Max, trotz des geringeren Gewichts, und seine Agilität ist unübertroffen – besonders in der Defensive und bei schnellen Ballwechseln.
Wichtige Erkenntnisse aus dem Xcalion-Prototypentest
- Gewichts- und Balanceanpassungen haben großen Einfluss auf Power, Sweetspot-Größe und Handhabung.
- Neue Materialien inspiriert von der Luftfahrt ermöglichen ultraleichte Schläger ohne Einbußen bei Struktur oder Gefühl.
- Innovationen bei der Oberflächenrauheit (3D-Muster) bringen deutliche Verbesserungen bei Spin und Ballkontrolle.
- Veränderungen im Lochmuster beeinflussen sowohl den Sweetspot als auch das taktile Feedback und sorgen für linearere, kontrollierbare Rückmeldungen.
- Handhabung steht im Mittelpunkt, jeder Prototyp sucht die Balance zwischen Leichtigkeit, Power und Widerstandsfähigkeit.
Der Tester schlussfolgert, dass Xcalions methodischer Ansatz – das Testen von Variablen wie Gewicht, Balance, Material, Rauheit und Lochmuster einzeln – zu einer neuen Generation von Schlägern geführt hat, die neue Maßstäbe in der Padel-Technologie setzen. Die kommenden Xcalion 2.0-Modelle versprechen eine einzigartige Kombination aus Leichtigkeit, Power und fortschrittlicher Materialleistung und spiegeln das Engagement der Marke für Innovation und spielerorientiertes Design wider.





