Wichtige Spezifikationen und Verarbeitungsqualität der Secco One Edition
Die Secco One Edition ist der erste Padel-Schläger von Secco, einer neuen spanischen Marke, die ihre Schläger in Madrid herstellt. Der Tester hebt die hochwertige Präsentation hervor: Der Schläger kommt in einer speziellen Box, begleitet von einer Schutzhülle, einem Informationsdossier und sogar einem Fragment der verwendeten Carbonfaser.
- Gewicht: Typischerweise etwa 355g; das getestete Modell wog 350g
- Balance: Mittel-hoch, ca. 26,5 cm
- Schlagflächenmaterial: Doppelte Lage aus 3K-Carbonfaser
- Kern: Mitteldichter Black EVA-Gummi
- Grifflänge: 13 cm mit rundem Abschluss
- Oberflächenfinish: Glänzend mit 3D-Punktstruktur-Rauheit
Das Design zeichnet sich durch ein einfaches, U-förmiges Herz ohne zentrale Verstärkung und eine orangefarbene Handschlaufe mit Secco-Branding aus. Der Tester merkt an, dass das geringe Gewicht durch die Balance gut ausgeglichen wird, was zu einem handlichen Gefühl führt.
Defensives Spiel: Kontrolle, Sweetspot und Handling
Im hinteren Spielfeld liefert die Secco One Edition eine Mischung aus Kontrolle und Reaktionsfähigkeit. Das Handling wird als standardmäßig beschrieben – weder besonders agil noch schwerfällig. Die mittel-hohe Balance ist gelegentlich spürbar, besonders bei schwierigen Bällen, aber das geringe Gewicht erhält die Wendigkeit.
Der Sweetspot ist etwas größer als der Durchschnitt und bietet eine verzeihende Trefferfläche. Allerdings weist der Tester darauf hin, dass Schläge außerhalb dieses Bereichs zu einem deutlichen Leistungs- und Gefühlsverlust führen, stärker als bei manchen anderen Schlägern. Das bedeutet, dass präzise Technik belohnt wird, Fehlschläge aber auffälliger sind.
Bei mittlerem und niedrigem Tempo bietet der Schläger hervorragende Kontrolle und ein „trockenes“ Ballgefühl, das Spielern beim Verteidigen Sicherheit gibt. Der Ballabsprung ist ausreichend, sodass keine übertriebenen Schwünge nötig sind, um Länge zu erzielen. Steigt das Tempo, wird der Gummi reaktiver und der Ball kann überraschend schnell von der Schlagfläche springen, was gelegentlich zu Kontrollverlust bei schnellen Ballwechseln führt.
Leistung bei Vibora- und Tray-Schlägen: Beschleunigung und Offensivpotenzial
Die Secco One Edition überzeugt bei Überkopfschlägen wie der Vibora und Bandeja (Tray). Der 13 cm Griff und die 26,5 cm Balance ermöglichen eine schnelle Beschleunigung über Schulterhöhe, während das geringe Gewicht dafür sorgt, dass der Schläger auch bei langen Matches nicht ermüdend wirkt. Der Sweetspot bleibt in diesem Bereich zuverlässig, Fehlschläge sind selten.
Bei niedrigem bis mittlerem Tempo liefert der Schläger einen guten Ballabsprung ohne großen Kraftaufwand. Das trockene Gefühl sorgt weiterhin für Kontrolle und ermöglicht präzise Platzierung. Bei höherer Intensität wird der Schläger offensiver, wobei das Gummi beim Tempoaufbau unterstützt. Der Tester empfiehlt, bei harten Schlägen eine Abwärtsbewegung zu nutzen, da der Ball manchmal höher als erwartet abspringen und ins Aus gehen kann. Nach kurzer Eingewöhnung ermöglicht der Schläger ein aggressives Spiel mit solider Kontrolle.
Volley: Stabilität und Schlagvielfalt am Netz
Bei Volleys wird das Handling erneut als standardmäßig bewertet. Richtungswechsel und schnelle Reaktionen sind gut möglich, aber nicht außergewöhnlich schnell. Der Sweetspot ist konstant, und außermittige Treffer führen selten zu spürbarem Kraft- oder Kontrollverlust.
Bei niedrigen und mittleren Geschwindigkeiten bietet die Secco One Edition hervorragende Kontrolle und Länge mit minimalem Aufwand. Das trockene Ballgefühl vermittelt ein gutes Feedback, und der Schläger reagiert sowohl auf Block-Volleys als auch auf aggressivere, druckvolle Schläge sehr gut. Bei flachen, schnellen Volleys absorbiert der Schläger laut Tester einen Teil des Impacts, wodurch die Power im Vergleich zu anderen mittelharten Schlägern reduziert wird. Bei geschnittenen oder druckvollen Volleys überzeugt der Schläger jedoch und vermittelt Sicherheit am Netz.
Abschluss und Smash: Kraftgrenzen und Drei-Meter-Schläge
Im Abschlussbereich ermöglichen das geringe Gewicht und das ausgewogene Design eine schnelle Schwungbeschleunigung, was bei Überkopf-Smashes hilfreich ist. Bei flachen, kraftvollen Smashes bleibt der Ball jedoch eher an der Schlagfläche „kleben“, wodurch weniger Explosivität entsteht als erwartet. Dies ist besonders beim getesteten Modell mit 350g auffällig.
Bei Drei-Meter-Smashes schneidet die Secco One Edition besser ab. Das reaktive Gummi hilft bei hoher Geschwindigkeit, den Ball anzuheben und über die Seitenwand zu bringen, besonders wenn die Schlagfläche nicht ganz flach gehalten wird. Wer maximale Power sucht, sollte laut Tester zu einem etwas schwereren Modell greifen, da das geringe Gewicht das Potenzial in diesem Bereich begrenzt.
Stärken und beste Einsatzbereiche der Secco One Edition
Zur schnellen Übersicht, wo die Secco One Edition besonders punktet, bewertet der Tester die Leistung in verschiedenen Platzbereichen:
- Vibora und Tray: Hervorragende Beschleunigung und Kontrolle, besonders nach Anpassung an das Gummi bei hohem Tempo.
- Volley: Gutes Offensivpotenzial und Stabilität, besonders bei geschnittenen oder druckvollen Schlägen. Handling ist standardmäßig, aber der Schläger vermittelt Sicherheit am Netz.
- Verteidigung: Hohe Kontrolle und Sicherheit bei niedrigem und mittlerem Tempo. Bei hohem Tempo etwas Kontrollverlust, insgesamt aber verzeihend im Defensivspiel.
- Abschluss: Ausreichend für Drei-Meter-Smashes, aber bei flachen, harten Abschlüssen fehlt es an Power durch das geringe Gewicht und die absorbierende Schlagfläche.
Insgesamt ist die Secco One Edition ein vielseitiger, mittelharter Padel-Schläger, der sich gut an verschiedene Spielstile und Niveaus anpasst. Am besten geeignet ist er für Spieler, die eine leichte Option mit ausgewogener Kontrolle und Offensivkraft suchen – besonders, wenn Präzision und schnelle Beschleunigung wichtiger sind als rohe Power. Der Tester merkt an, dass mit nur 100 Exemplaren und einem aktuellen Preis von 230 € ein einzigartiges und limitiertes Angebot auf dem Markt besteht.





