Vergleich der vier besten Profi-Padel-Schläger: zentrale Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Der Kanal the4Set bringt vier der beliebtesten und bekanntesten Padel-Schläger auf dem Markt zusammen: den NOX AT10 18K Alum (Agustín Tapia), HEAD Coello Pro (Arturo Coello), Babolat Viper (Juan Lebrón) und Adidas Metalbone HRD+ (Alejandro Galán). Jeder ist das Signature-Modell eines Top-Spielers der World Padel Tour und zählt zu den meistverkauften Schlägern der Saison. Trotz ihres Superstar-Status bieten diese Schläger unterschiedliche Spielerlebnisse mit sowohl gemeinsamen Eigenschaften als auch deutlichen Unterschieden.
Form, Balance und Gewicht: Wie das Design das Spielgefühl beeinflusst
Drei der vier Schläger – der HEAD Coello Pro, Babolat Viper und Adidas Metalbone HRD+ – haben eine Diamantform, was sich sofort in Balance und Handling bemerkbar macht. Die Ausnahme ist der NOX AT10 18K Alum, der eine Hybridform nutzt und mit 25,2 cm den niedrigsten Balancepunkt der Gruppe hat. Im Vergleich dazu haben sowohl der Metalbone als auch der Viper eine 26,5 cm Balance, während der Coello Pro mit einer besonders hohen 27,5 cm Balance auffällt, was ihn deutlich kopflastiger und physisch anspruchsvoller macht.
- NOX AT10 18K Alum: 25,2 cm Balance, 366g (mit Setup des Testers)
- HEAD Coello Pro: 27,5 cm Balance, 366g
- Adidas Metalbone HRD+: 26,5 cm Balance (anpassbar), 370g
- Babolat Viper: 26,5 cm Balance, 375g
Der Metalbone HRD+ bietet ein einzigartiges Feature: eine anpassbare Gewichtsverteilung durch herausnehmbare Schrauben. So kann die Balance je nach Vorliebe erhöht (über 27 cm) oder gesenkt werden. Der Viper ist mit 375g zwar der schwerste, fühlt sich aber dank der Gewichtsverteilung überraschend wendig an, während die hohe Balance des Coello Pro ihn auf Dauer am schwersten zu manövrieren macht.
Oberflächenstruktur und Griff: Komfort- und Kontrolldetails
Alle vier Schläger verwenden eine 3D-raue Oberfläche zur Spin-Erzeugung, wobei der Tester anmerkt, dass dies nicht seine bevorzugte Struktur ist, da sie weniger Ballgriff bietet als andere Oberflächen. Der NOX AT10 kombiniert eine 3D-Logo-Zone mit einem sandigen Finish, aber die meisten Schläge treffen dennoch auf den 3D-Bereich. Der Vorteil ist die Haltbarkeit – diese Oberflächen halten länger –, aber keiner der Schläger glänzt beim Ballgriff.
Auch die Grifflänge variiert. Der AT10 und der Coello Pro haben beide einen 12 cm Griff, während der Metalbone HRD+ und der Viper einen längeren 13 cm Griff bieten, was der Tester als ideal empfindet, besonders für beidhändige Schläge. Auch Tragekomfort und Form der Handschlaufe werden angesprochen: Der Viper wird für seine runde Kappe und das hochwertige, austauschbare Band gelobt, während die Standardschnur und die achteckige Kappe des Metalbone weniger beliebt sind.
Materialien und Kern: Carbon, Schaumstoff und ihre Wirkung
Jeder Schläger verwendet eine andere Kombination aus Carbonfaser und Schaumstoff, was sich direkt auf Power, Kontrolle und Spielgefühl auswirkt:
- NOX AT10 18K Alum: 18K-aluminiertes Carbon, Dual-Density-Schaum (hart/mittel/hart Sandwich)
- Adidas Metalbone HRD+: 16K-aluminiertes Carbon, der härteste Adidas-Schaum (weicher als andere)
- HEAD Coello Pro: Carbon- und Glasfasermix, härtester Schaum der Marke
- Babolat Viper: Vermutlich 3K-Carbon, härtester Babolat-Schaum
Der AT10 bietet mit seinem Dual-Density-Kern eine besondere Rückmeldung: weich bei sanften Schlägen für Kontrolle, fester bei harten Schlägen für mehr Power. Der Metalbone HRD+ liefert den meisten Ball-Output – Geschwindigkeit lässt sich leicht erzeugen, aber die Kontrolle kann durch den Trampolineffekt leiden. Viper und Coello Pro sind am härtesten, bieten maximale Kontrolle, erfordern aber mehr Kraftaufwand, um Power zu erzeugen, besonders beim Coello Pro.
Leistung auf dem Platz: Defensive, Volleys und Smash im Vergleich
In der Defensive überzeugt der Metalbone HRD+ mit seinem hohen Ball-Output, was das Zurückspielen mit wenig Kraftaufwand besonders einfach macht. Der Viper bietet die meiste Kontrolle, während der AT10 für seine Wendigkeit und Spin-Potenzial gelobt wird. Coello Pro und Viper liefern beide herausragende Volley-Leistungen, vergleichbar mit „Ferraris“, doch die anspruchsvolle Balance des Coello Pro kann bei langen Matches ermüden.
Bei Überkopf- und Smash-Schlägen ist der Coello Pro die klare Power-Maschine und bietet das größte Potenzial für aggressives Spiel. Der Viper folgt dicht dahinter und vereint Komfort und Power dank seines längeren Griffs und des harten Spielgefühls. Der AT10 ist am schnellsten zu schwingen und ideal für schnelle Reaktionen und Spin, hat aber nicht die rohe Power von Coello Pro oder Viper. Der Metalbone HRD+ ist am einfachsten hart zu schlagen, nimmt aber bei maximalem Krafteinsatz etwas Power auf und begrenzt so das Smash-Potenzial.
Besondere Merkmale und Preisvergleich der Schläger
Jeder Schläger bringt etwas Einzigartiges mit. Der AT10 ist der einzige mit Luftkanälen für bessere Wendigkeit. Der Coello Pro hat einen integrierten Rahmenschutz und variable Lochdurchmesser für mehr Steifigkeit. Sowohl der Coello Pro als auch der Viper nutzen unterschiedliche Lochgrößen in der Schlagfläche, während Metalbone HRD+ und Viper beide längere Griffe für mehr Vielseitigkeit bieten.
- HEAD Coello Pro: 283 €
- NOX AT10 18K Alum: 323 €
- Babolat Viper: 342 €
- Adidas Metalbone HRD+: 350 €
Der Coello Pro ist der günstigste, während der Metalbone HRD+ das obere Ende der Preisskala markiert.
Fazit des Testers: Welcher Schläger passt zu welchem Spielertyp?
- NOX AT10 18K Alum: Der ausgewogenste und vielseitigste Schläger, bietet Komfort, Wendigkeit und Spin. Ideal für Spieler, die Allround-Performance mit wenigen Schwächen suchen.
- HEAD Coello Pro: Der wildeste und physisch anspruchsvollste Schläger, liefert unvergleichliche Power bei Smashes, erfordert aber Ausdauer und Kraft für lange Matches.
- Babolat Viper: Der härteste und kontrollierteste Schläger, perfekt für Spieler, die ihre eigene Power erzeugen und Präzision schätzen, dabei aber leicht zu manövrieren bleibt.
- Adidas Metalbone HRD+: Der weichste und fehlertoleranteste Schläger, bietet mühelose Power und hohen Ball-Output, birgt aber Kontrollverlust für weniger erfahrene Spieler.
Jeder Schläger hat seine Stärken in unterschiedlichen Bereichen, sodass die Wahl stark vom individuellen Spielstil und den Vorlieben abhängt. Der ausführliche Vergleich von The4Set zeigt, dass es selbst unter den meistverkauften Schlägern der Welt kein „bestes“ Modell gibt – sondern nur das beste Modell für jeden Spielertyp.





