Herausforderungen bei der Gründung eines Padel-Clubs in einer neuen Stadt
Der Kanal hebt zwei Hauptszenarien hervor, wenn ein Padel-Club in einer neuen Stadt eröffnet wird: die Expansion eines bewährten Club-Konzepts in einen neuen Markt und die Gründung eines völlig neuen Clubs, wo Padel praktisch unbekannt ist. Beide Ansätze bringen eigene Herausforderungen mit sich, aber das größte Hindernis ist, die Strategien an die lokalen Gegebenheiten anzupassen. Die Macher betonen, dass das, was in etablierten Padel-Städten funktioniert, nicht direkt auf neue Märkte übertragbar ist. Zum Beispiel kann ein Clubmodell, das in Miami erfolgreich ist, Schwierigkeiten haben, wenn es genau so in Städten wie Atlanta, Kansas oder Illinois umgesetzt wird, wo Padel noch an Bekanntheit gewinnt.
Eine der ersten Lektionen aus den Beratungserfahrungen des Kanals ist die Bedeutung, die lokale Sportlandschaft zu verstehen. In Minnesota zum Beispiel kombinierte der erste Club in St. Paul Padel mit Squash und Pickleball, um bestehende Spielergruppen zu erreichen. Dennoch war es selbst mit diesem Hybridansatz schwierig, neue Padel-Spieler zu gewinnen. Die wichtigste Erkenntnis: Ein tiefes Verständnis der lokalen Sportvorlieben und Demografie ist unerlässlich, bevor man startet.
Eine Grundlage durch Gemeinschaft und sportübergreifendes Engagement schaffen
Für Clubs, die in Märkte eintreten, in denen Padel neu ist, ist es klug, etablierte Sportgemeinschaften zu nutzen. Der Rezensent stellt fest, dass Squashspieler leichter zu Padel wechseln als Pickleballspieler, vor allem wegen ihrer Erfahrung mit dem Spiel an der Wand. Im Gegensatz dazu empfinden Pickleballspieler die Lernkurve bei Padel als steiler und wechseln seltener schnell die Sportart.
Um eine starke Basis aufzubauen, empfehlen die Macher:
- Lokale Gemeinschaften mit übertragbaren Fähigkeiten identifizieren (z. B. Squash, Tennis, Platform Tennis)
- Mit einflussreichen Trainern oder Leitern aus diesen Sportarten zusammenarbeiten, um den Übergang der Spieler zu erleichtern
- Sonderangebote oder Anreize für frühe Mitglieder anbieten, wie z. B. „Gründermitgliedschaften“ mit exklusiven Vorteilen
Durch die gezielte Ansprache dieser Gruppen können Clubs eine Kernmitgliedschaft aufbauen und frühzeitig Schwung erzeugen.
Marketingstrategien vor und nach der Eröffnung
Eine der umsetzbarsten Erkenntnisse des Kanals ist die Bedeutung, mit Marketingmaßnahmen lange vor der Cluberöffnung zu beginnen. Die Macher empfehlen, mindestens sechs Monate vor der Eröffnung eine umfassende Marketingkampagne zu starten. Dazu gehören Einblicke hinter die Kulissen, Updates zum Baufortschritt und Geschichten über die Entstehung des Clubs. Diese Transparenz baut nicht nur Vorfreude auf, sondern fördert auch ein Gemeinschaftsgefühl unter potenziellen Mitgliedern.
Einige Clubs haben erfolgreich Mitgliedschaften im Voraus verkauft und „Gründern“, die vor der offiziellen Eröffnung beitreten, exklusive Vorteile geboten. Diese Strategie sorgt nicht nur für frühe Einnahmen, sondern schafft auch ein Gefühl von Zugehörigkeit und Begeisterung bei den ersten Mitgliedern. Der Rezensent weist darauf hin, dass dieser Ansatz sowohl für etablierte Marken, die in neue Märkte expandieren, als auch für ganz neue Clubs wirksam ist.
Hybridmodelle: Pickleball und Padel für stabile Einnahmen ausbalancieren
Viele neue Clubs in den USA setzen auf Hybridmodelle und bieten sowohl Pickleball als auch Padel an. Während dies einen stetigen Einnahmestrom aus der etablierten Pickleball-Gemeinschaft sichert, bleibt der Wechsel von Pickleball zu Padel eine große Herausforderung. Der Kanal merkt an, dass Pickleball leicht zu erlernen und günstig zu spielen ist, weshalb Freizeitspieler seltener auf das technisch anspruchsvollere Padel umsteigen.
In manchen Fällen gelingt es Clubs besser, Squash- oder Platform-Tennis-Spieler für Padel zu gewinnen, da diese bereits Erfahrung mit dem Spiel an der Wand und die nötigen Handfertigkeiten haben. Die Macher empfehlen einen schrittweisen Ansatz: Beginnen Sie mit einem höheren Anteil an Pickleball-Plätzen, um Einnahmen zu sichern, und wandeln Sie dann nach und nach Plätze in Padel um, wenn die Gemeinschaft wächst und die Nachfrage steigt.
Die richtigen Zielgruppen für schnelles Wachstum ansprechen
Der Rezensent betont die Bedeutung, die Zielgruppen zu identifizieren und anzusprechen, die Padel am ehesten annehmen. Drei Gruppen stechen hervor:
- Tennisspieler – besonders ehemalige College- oder Wettkampfspieler, die eine neue, soziale und wettbewerbsorientierte Aktivität suchen
- Platform-Tennis- und Squashspieler – wegen ihrer übertragbaren Fähigkeiten und der Vertrautheit mit ähnlichen Platzdynamiken
- Internationale Studierende und junge Erwachsene – insbesondere in Universitätsstädten, wo Padel bekannter ist
Clubs, die gezielt ehemalige College-Tennisspieler angeworben haben, verzeichnen beispielsweise ein schnelles Wachstum ihrer Padel-Gemeinschaft. Hohe Rabatte oder spezielle Mitgliedschaften für Studierende und junge Erwachsene können ebenfalls helfen, eine lebendige und engagierte Spielerbasis aufzubauen.
Gemeinschaftsarbeit und kreative Partnerschaften
Neben der Ansprache von Sportlern empfiehlt der Kanal, lokale soziale Clubs wie spanische, italienische oder portugiesische Vereine zu kontaktieren, deren Mitglieder möglicherweise bereits mit Padel vertraut sind. Die Zusammenarbeit mit Profisportlern aus anderen Disziplinen – etwa Eishockey oder Fußball – kann ebenfalls Aufmerksamkeit erzeugen und durch besondere Veranstaltungen oder Ausstellungen neue Spieler anziehen.
Auch die Zusammenarbeit mit lokalen Schulen und Universitäten ist eine wirksame Taktik. Durch Rabatte für College- und Highschool-Tennisteams können Clubs junge, sportliche Spieler gewinnen, die wahrscheinlich Freunde mitbringen und beim Aufbau einer nachhaltigen Gemeinschaft helfen. Der Rezensent schlägt ein einfaches, aber effektives Angebot vor: „Zeigen Sie Ihren Studentenausweis und erhalten Sie 50 % Rabatt.“
Marketingbudget und langfristiger Erfolg
Ein wiederkehrendes Thema ist die Notwendigkeit eines eigenen Marketingbudgets. Die Macher warnen, dass viele neue Clubs den Aufwand unterschätzen, der nötig ist, um Bekanntheit zu schaffen und Mitglieder zu gewinnen – besonders in Märkten, in denen Padel unbekannt ist. Sich nur auf organisches Wachstum oder Mundpropaganda zu verlassen, reicht selten aus. Stattdessen sollten Clubs gezielt Mittel für Marketing bereitstellen – von digitalen Kampagnen über Community-Events bis hin zu Influencer-Kooperationen.
Ohne klaren Marketingplan und Budget riskieren selbst die am besten gelegenen oder ausgestatteten Clubs langsames Wachstum und finanzielle Engpässe. Der Rat des Rezensenten ist eindeutig: Betrachten Sie Marketing als zentralen Bestandteil des Geschäftsplans, nicht als Nebensache.
Wichtige Erkenntnisse für die Gründung eines erfolgreichen Padel-Clubs in neuen Märkten
- Passen Sie Ihr Clubmodell an die lokale Sportlandschaft an – was in etablierten Städten funktioniert, muss in neuen Märkten nicht funktionieren
- Nutzen Sie bestehende Sportgemeinschaften (Tennis, Squash, Platform Tennis) für eine schnellere Spielergewinnung
- Beginnen Sie mit Marketing und Community-Aufbau lange vor dem Eröffnungstag
- Erwägen Sie Hybridmodelle mit Pickleball für stabile Einnahmen, konzentrieren Sie sich aber auf langfristiges Padel-Wachstum
- Sprechen Sie junge Erwachsene, College-Spieler und internationale Communities für eine schnelle Verbreitung an
- Investieren Sie in ein eigenes Marketingbudget, um nachhaltiges Wachstum und Sichtbarkeit zu sichern
Mit diesen Strategien können Clubbesitzer und Unternehmer ihre Chancen maximieren, eine florierende Padel-Gemeinschaft aufzubauen – selbst in Städten, in denen der Sport gerade erst Fuß fasst.




