Die Bedeutung des Aufpralltyps bei der Wahl eines Padelschlägers
Der Tester von Padel Test by Roberto Cardi betont, dass der Aufpralltyp der wichtigste Faktor bei der Auswahl eines neuen Padelschlägers ist. Während viele Spieler auf sichtbare Merkmale wie das Oberflächenmaterial – etwa 12K, 18K oder 24K Carbon – achten, spielt der innere Kern, insbesondere die Art des verwendeten Schaums oder Gummis, eine entscheidende Rolle für das Spielgefühl und die Performance des Schlägers. Die Kombination dieser Elemente bestimmt das gesamte Aufprallgefühl des Schlägers, das die Wahl jedes Spielers leiten sollte.
Wer die Unterschiede beim Aufpralltyp versteht, kann den Schläger besser an seinen Spielstil und seine Vorlieben anpassen – egal, ob Komfort, Kontrolle oder Power im Vordergrund stehen.
Beispiele für weiche Schläger und ihre Eigenschaften
Der Kanal zeigt eine klare Entwicklung durch verschiedene Schlägerfamilien, beginnend mit den Modellen mit dem weichsten Aufprall. Das erste Beispiel ist der Babolat Reveal 2023, entwickelt für Einsteiger, sowohl Männer als auch Frauen. Dieser Schläger bietet:
- Kern: EVA superweich
- Oberflächenmaterial: Fiberglas
Mit dieser Konfiguration wirkt der Schläger fast wie eine Schleuder, da wenig Armkraft nötig ist, um Geschwindigkeit auf den Ball zu bringen. Der Tester merkt an, dass der Ball den Schläger sehr leicht verlässt – ideal für Anfänger oder alle, die maximalen Komfort und Fehlertoleranz suchen.
Mit zunehmender Festigkeit folgt als nächstes ein Schläger mit schwarzem EVA-Kern, der aber noch zur Familie der mittel-weichen Schläger zählt. Dieses Modell verwendet eine 3K-Carbon-Oberfläche und verbindet ein weiches Gefühl mit etwas mehr Rückmeldung. Der Aufprall bleibt sanft, aber die Carbon-Oberfläche sorgt für eine leicht knackigere Rückmeldung als reines Fiberglas.
Ein weiterer Schritt ist der Pyon 11, der einen weißen EVA-Kern mit etwas höherer Dichte hat. Der Tester beschreibt dies als „mittel-weichen“ Aufprall, bei dem sich Gefühl und Geräusch beim Kontakt langsam verändern. Der Ball verlässt den Schläger weiterhin leicht, aber Spieler spüren etwas mehr Feedback und weniger Trampolineffekt.
An der Spitze der weichen Familie steht der T10 12K 2023 mit weißem EVA-Kern und 12K-Carbon-Oberfläche. Hier wird der Aufprall als etwas trockener und präziser beschrieben, bleibt aber im Bereich weich bis mittel. Diese Entwicklung zeigt, dass es selbst bei „weichen“ Schlägern feine Abstufungen gibt, die Spielbarkeit und Komfort beeinflussen können.
Übergang zu harten Schlägern: wichtige Modelle und ihr Spielgefühl
Der Tester richtet den Fokus dann auf Schläger mit härterem Aufprall, beginnend mit dem Modell 18K 2024 Agustín Tapia. Dieser Schläger verwendet einen schwarzen EVA-Kern, der ein deutlich festeres und „trockenes“ Kontaktgeräusch erzeugt. Unter den vorgestellten harten Schlägern ist dies der weichste, aber dennoch ein klarer Schritt in Richtung Steifigkeit im Vergleich zu den weichen Modellen.
Als nächstes folgt der Bullpadel Vertex 04 2024, den der Tester als „mittel-hart“ einstuft. Der Aufprall ist noch knackiger, mit weniger Ballkontaktzeit und direkterer Rückmeldung. Diese Art Schläger passt zu Spielern, die mehr Feedback und Kontrolle wünschen, besonders bei schnellen Ballwechseln.
Auch das Modell Varon Born Winter wird hervorgehoben, mit einem dunkleren, etwas weicheren Kern als die Sommer-Version. Trotzdem liefert er einen harten Aufprall mit einem festen, soliden Gefühl beim Kontakt.
Abschließend wird der Wilson Bela Pro V2 als der härteste der Gruppe vorgestellt. Der Tester beschreibt den extrem trockenen und scharfen Aufprall, der besonders für fortgeschrittene Spieler geeignet ist, die maximale Präzision und minimale Flexibilität bevorzugen.
Wie du den Aufpralltyp als Grundlage für deine Schlägerwahl nutzt
Laut dem Kanal kann ein Spieler, sobald er seinen bevorzugten Aufpralltyp – weich, mittel-weich, mittel-hart oder hart – kennt, die Auswahl durch weitere Spezifikationen verfeinern:
- Balancepunkt (kopflastig, ausgewogen oder kopfleicht)
- Gewicht
- Oberflächenmaterial (3K, 12K, 18K, 24K Carbon, Fiberglas, etc.)
- Sweetspot-Größe
- Oberflächenstruktur (glatt, 3D oder rau für Spin)
Diese sekundären Faktoren ermöglichen es, den Schläger noch gezielter auf technische Bedürfnisse und Spielstil abzustimmen. Wer zum Beispiel mehr Spin sucht, achtet auf eine raue oder 3D-Oberfläche, während jemand, der mehr Wendigkeit will, ein geringeres Gewicht oder eine ausgewogene Bauweise bevorzugt.
Der Tester betont, dass selbst bei Top-Schlägern der wichtigste Unterschied der Aufpralltyp ist, da er das Spielerlebnis grundlegend prägt.
Subjektivität und persönliche Vorlieben bei der Schlägerwahl
Der Kanal erkennt an, dass persönliche Vorlieben eine große Rolle bei der Schlägerwahl spielen. Was für den einen Spieler perfekt ist, kann sich für einen anderen – selbst bei High-End-Modellen – unangenehm oder „falsch“ anfühlen. Der Tester berichtet, dass manche Spieler einen bestimmten Aufpralltyp ablehnen, während andere ihn lieben – was zeigt, wie wichtig es ist, verschiedene Schläger auszuprobieren, um das individuell passende Modell zu finden.
Letztlich sind alle besprochenen Schläger technisch hervorragend, besonders im Premiumsegment. Entscheidend ist, das Aufprallgefühl an die eigenen Gewohnheiten und Erwartungen anzupassen, da dies den größten Einfluss auf Komfort, Leistung und Zufriedenheit auf dem Platz hat.
Zusammenfassung der wichtigsten Aufpralltypen und ihrer typischen Spielertypen
- Sehr weicher Aufprall: Ideal für Anfänger, Spieler mit maximalem Komfortwunsch oder Armproblemen. Beispiele: Babolat Reveal 2023 (EVA superweich, Fiberglas).
- Mittel-weicher Aufprall: Für fortgeschrittene Anfänger, die Komfort und Kontrolle ausbalancieren möchten. Beispiele: 3K-Carbon-Modelle mit weichem Kern.
- Mittel-harter Aufprall: Für erfahrene Spieler, die Wert auf Feedback und Präzision legen. Beispiele: Bullpadel Vertex 04 2024.
- Harter Aufprall: Am besten für erfahrene Spieler, die maximale Kontrolle, schnelle Reaktion und ein trockenes, knackiges Gefühl suchen. Beispiele: Wilson Bela Pro V2.
Wer diese Kategorien versteht und mit den eigenen Vorlieben abgleicht, kann fundierter entscheiden und einen Padelschläger finden, der das eigene Spiel wirklich verbessert.





