Technische Spezifikationen und Konstruktionsdetails beider Schläger
Der Kanal beginnt mit einer Übersicht der technischen Eigenschaften der beiden getesteten Schläger: dem Head Extreme Motion (gespielt von Paula Josemaría) und dem Head Speed Motion (gespielt von Ari Sánchez). Beide Schläger sind als leichte, wendige Optionen für fortgeschrittene Spieler positioniert, unterscheiden sich jedoch in Form, Oberflächenstruktur und feinen Spieleigenschaften.
- Head Extreme Motion:
- Form: Diamant
- Schlagflächenmaterial: Hybridfaser (Glasfaser und Carbonfaser)
- Kern: Power Foam
- Gewicht: 364g
- Balance: 270 mm (hoch)
- Oberfläche: 3D-raue Textur
- Head Speed Motion:
- Form: Tropfenform
- Schlagflächenmaterial: Hybridfaser (Glasfaser und Carbonfaser)
- Kern: Power Foam
- Gewicht: 357g
- Balance: 269 mm (hoch)
- Oberfläche: Glänzend, keine Rauheit
Obwohl beide Schläger denselben Kern und dieselben Schlagflächenmaterialien besitzen, sticht der Extreme Motion durch seine raue 3D-Oberfläche hervor, die für mehr Spin sorgt. Der Speed Motion hingegen bietet eine glatte, glänzende Oberfläche und ist etwas leichter.
Leistung von der Grundlinie: Kontrolle, Komfort und Sweetspot
Der Tester hebt hervor, dass beide Schläger trotz ihrer hohen Balance überraschend gut von der Grundlinie spielen. Der Extreme Motion wird als leicht zu manövrieren beschrieben, trotz Diamantform und höherem Balancepunkt, dank seines moderaten Gewichts und mittelharten Anschlags. Der Ballabsprung ist bei niedrigen wie hohen Geschwindigkeiten stark, und der Sweetspot fühlt sich großzügig an, was Fehlschläge verzeiht.
Beim Wechsel zum Speed Motion empfindet der Tester diesen als noch komfortabler und handlicher, mit einem Anschlag, der leicht ins mitteltrockene tendiert. Der Sweetspot wird als „phänomenal“ beschrieben, möglicherweise sogar größer als beim Extreme Motion. Der Speed Motion liefert lebhaften Ballabsprung, besonders bei geringerer Geschwindigkeit, und die Hybridfaser-Schlagfläche vermittelt ein Gefühl, das näher an Glasfaser liegt – weich und reaktionsfreudig.
Zusammengefasst überzeugen beide Schläger im Grundlinienspiel, aber der Speed Motion punktet besonders durch Komfort und Handhabung, vor allem bei niedrigen Geschwindigkeiten und für Spieler, die einen weicheren Anschlag bevorzugen.
Netzspiel und Offensivschläge: Unterschiede bei Power, Spin und Kontrolle
Am Netz nutzt der Extreme Motion seine hohe Balance und raue Oberfläche, um dem Ball viel Gewicht und Spin zu verleihen. Der Tester lobt die Performance bei Volleys und Angriffsschlägen und merkt an, dass die 3D-Rauheit ein klarer Vorteil für Spin bei Schnitt- und Dropshots ist. Der Schläger reagiert schnell und bietet viel Kontrolle, auch bei beschleunigten Schlägen.
Beim Speed Motion überrascht die hohe Ballbeschleunigung, was eine gewisse Anpassung erfordert, um Überhits zu vermeiden. Das Fehlen von Rauheit ist besonders bei Spinschlägen spürbar, dennoch bleibt der Schläger sehr wendig und vermittelt ein gutes Ballgefühl. In schnellen Ballwechseln und Block-Situationen ist der Speed Motion jedoch etwas weniger kontrolliert als der Extreme, da der Ball durch die glatte Oberfläche mehr „fliegt“.
Insgesamt wird der Extreme Motion am Netz wegen seines Spinpotenzials und der linearen, progressiven Rückmeldung bei hohem Tempo bevorzugt. Der Speed Motion bleibt leistungsstark, ist aber besser für Spieler geeignet, die Wendigkeit und Komfort über maximalen Spin stellen.
Luftspiel: Power, Beschleunigung und Abschlussstärke
Bei Überkopfschlägen wie Smash, Tray und Vibora überzeugt der Extreme Motion erneut. Die hohe Balance und Gewichtsverteilung sorgen für viel Power und Kontrolle, besonders bei beschleunigten Schlägen. Die raue Oberfläche hilft, Spin und Präzision zu halten – ideal für aggressive Netzspieler.
Der Speed Motion bietet exzellenten Komfort und lässt sich leicht beschleunigen, aber es fehlt ihm laut Tester an der progressiven Rückmeldung und Power des Extreme. Der Ball kann mehr „fliegen“ und die Kontrolle ist bei kraftvollen Überkopfschlägen etwas reduziert. Trotzdem bleibt der Speed Motion angesichts seines geringen Gewichts und der hohen Wendigkeit leistungsstark.
Für Spieler, die im Luftspiel maximale Power und Spin suchen, ist der Extreme Motion die klare Wahl. Der Speed Motion bleibt ein solider Allrounder, ist aber weniger für aggressive Überkopfschläge geeignet.
Wichtige qualitative Bewertungen aus dem Praxistest
- Extreme Motion:
- Hervorragender Spin und Kontrolle am Netz dank 3D-rauer Oberfläche
- Hohe Balance liefert Power ohne Einbußen bei der Wendigkeit
- Großer Sweetspot und mittelharter Anschlag
- Beste Performance bei Offensiv- und Luftschlägen
- Speed Motion:
- Ausgezeichneter Komfort und Handhabung, besonders von der Grundlinie
- Großer Sweetspot und lebhafter Ballabsprung bei niedrigen Geschwindigkeiten
- Glattere Oberfläche reduziert Spinpotenzial, erhöht aber die Spielbarkeit
- Ideal für Spieler, die ein weicheres, fehlerverzeihendes Gefühl suchen
Fazit: Welcher Schläger passt zu welchem Spielertyp?
Tester und Spielpartner sind sich einig, dass dies zwei der besten leichten Padelschläger auf dem Markt sind, die jeweils in unterschiedlichen Bereichen glänzen. Der Extreme Motion ist die erste Wahl für Spieler, die maximalen Spin, Power und Kontrolle bei Offensiv- und Luftschlägen suchen. Seine raue Oberfläche und hohe Balance machen ihn besonders effektiv für aggressives Netzspiel und das Verwandeln von Punkten.
Der Speed Motion ist hingegen die bevorzugte Option für alle, die Komfort, Wendigkeit und einen großen Sweetspot schätzen. Er überzeugt von der Grundlinie und in Situationen, in denen schnelle Reaktionen und ein weicher Anschlag gefragt sind. Zwar fehlt ihm das Spinpotenzial des Extreme, dafür punktet er mit einfacher Spielbarkeit und einer fehlerverzeihenden Rückmeldung.
Letztlich sind beide Schläger auf Top-Niveau, wie der Einsatz von Ari Sánchez und Paula Josemaría auf der World Padel Tour zeigt. Die Entscheidung hängt vom eigenen Spielstil ab: Wähle den Extreme Motion für Spin und Power oder den Speed Motion für Komfort und Vielseitigkeit.





