Design und technische Spezifikationen des Head Extreme One
Der Head Extreme One fällt sofort durch sein einzigartiges Design auf: eine einzelne Bohrung im Schlägerkopf, ein Merkmal, das durch die Padel-Regeln vorgeschrieben ist, die mindestens ein Loch verlangen. Der Tester merkt an, dass dieser „Bauchnabel“ dem Schläger ein auffälliges und unkonventionelles Aussehen verleiht. Die Konstruktion ist vollständig aus Carbon, jedoch hat Head die Menge an Carbon an den Schlagflächen reduziert, was zu einem leichteren Aufbau und einem anderen Spielgefühl als bei anderen Vollcarbon-Schlägern führt.
- Gewicht: 345g
- Balance: 27,5 cm
- Form: Diamant (mit leichtem Hybridprofil)
- Kern: Mittel (Power Foam)
- Schlagfläche: Vollcarbon mit Klarlack-Finish
Der Extreme One ist das einzige Vollcarbon-Modell in der neuen Extreme-Linie, die die bisherige Delta-Serie ersetzt. Die Diamantform, die zentrale Säule im Herzstück und die ausgeprägten Kanten stammen alle aus der Delta-Linie, aber der Tester merkt an, dass sich der Schläger weniger wie ein „Diamant“ und mehr wie ein Hybrid anfühlt.
Griff, Schlägerende und Komfortmerkmale
Head stattet den Extreme One mit einem weichen Batcap am Griffende aus, ein Merkmal, das der Tester wegen des Komforts und der Anpassungsfähigkeit an verschiedene Griffstile schätzt. Der Griff selbst wird jedoch als recht dick an der Basis beschrieben, was Spielern, die einen schlankeren Griff bevorzugen, nicht zusagen könnte. Die Handschlaufe ist leicht und funktional, bleibt während des Spiels sicher und nimmt nicht zu viel Schweiß auf – besonders praktisch bei heißen Bedingungen.
Insgesamt ist der Komfort hoch, wobei der Tester die fehlenden Vibrationen und die Eignung für längere Sessions ohne Ermüdung hervorhebt.
Leistung auf dem Platz: Stärken und Schwächen
Auf dem Platz liefert der Head Extreme One eine Mischung aus Manövrierbarkeit und Geschwindigkeit, die sofort auffällt. Das 345g Gewicht und der 27,5 cm Balancepunkt sorgen für einen Rahmen, der sich schnell durch die Luft bewegt, aber nicht leer oder instabil wirkt. Der Tester merkt an, dass sich der Schläger trotz der hohen Balance im Spiel leichter anfühlt und sich im Schwung und in der Kontrolle eher wie ein 360g 10-18K Carbon-Modell verhält.
Von der Grundlinie aus glänzt der Extreme One in der Defensive und bei schnellen Reaktionsschlägen. Seine Agilität ermöglicht eine rasche Positionierung und effektive Ballrückholung, was ihn zu einer starken Wahl für fortgeschrittene Spieler macht, die ihre eigene Power und ihr eigenes Tempo erzeugen können. Der Sweetspot ist für einen Top-Schläger erfreulich groß, aber der Tester warnt, dass der Schläger bei weichen, langsamen Bällen nicht verzeiht – die Energie muss vom Spieler kommen, da die geringe Masse den Ball nicht trägt.
Beim Spin verfügt der Extreme One über eine strukturierte, gerillte Oberfläche, die den Ballgriff verbessern soll. Das Fehlen mehrerer Bohrungen begrenzt jedoch die Spin-Erzeugung im Vergleich zu klassischen Schlägern. Der Tester findet, dass die Oberfläche zwar ihren Zweck erfüllt, das Gesamtpotenzial für Spin aber unter dem von klassischen, mehrfach gelochten Schlägern liegt.
Netzspiel, Volleys und Überkopfschläge
Am Netz ist die Leichtigkeit des Extreme One sowohl Vorteil als auch Herausforderung. Der Schläger kommt schnell in die Volley-Zone und unterstützt ein aggressives Spiel und schnelle Reaktionen. Der Tester schätzt das hohe Tempo und die Möglichkeit, sich aus schwierigen Positionen zu befreien, merkt aber an, dass das geringe Gewicht den Schläger bei kraftvollen, stark geschnittenen Volleys instabil wirken lassen kann. Spieler sollten etwas flacher spielen und vermeiden, die Schläge mit zu viel Spin zu überladen, um die Kontrolle zu behalten.
Bei Viboras und Bandejas überzeugen Geschwindigkeit und Kontrolle des Schlägers. Der Tester findet es einfach, diese Schläge präzise auszuführen, wobei sich das Gefühl eher wie bei einem Glas-Carbon-Hybrid als bei einem reinen Carbonrahmen anfühlt. Die Konstanz und Toleranz bei diesen Schlägen werden gelobt, besonders für Spieler, die Agilität mehr schätzen als rohe Power.
Smash und Powerschläge: technische Anforderungen und Grenzen
Die Leistung des Extreme One bei Smashes und Powerschlägen ist differenziert. Der Tester beschreibt den Schläger als „technisch“ – der Spieler muss die meiste Power mit dem eigenen Arm erzeugen, da die geringe Masse und der mittlere Kern wenig freie Beschleunigung bieten. Flache Smashes sind ausreichend, aber es fehlt die Explosivität schwererer oder steiferer Schläger. Bei Topspin-Smashes begrenzen das Fehlen mehrerer Löcher und die relativ weiche Schlagfläche Spin und Power, sodass Timing und Technik für den Erfolg entscheidend sind.
Spieler, die sich darauf verlassen, dass der Schläger die Arbeit übernimmt, finden den Extreme One möglicherweise fordernd, besonders nach langen Ballwechseln oder aus der Defensive. Der Tester betont, dass man den richtigen Rhythmus und das richtige Timing finden muss, um das Potenzial des Schlägers bei Powerschlägen auszuschöpfen.
Direkte Vergleiche mit anderen leichten Padelschlägern
Der Tester vergleicht den Extreme One mit mehreren Konkurrenten, insbesondere dem Babolat Air Viper und Bela LT. Der Air Viper wird als steifer und kraftvoller, aber weniger verzeihend in der Defensive beschrieben, während der Bela LT insgesamt als kompletter gilt, aber weniger tolerant ist als der Extreme One. Der Extreme One wird für seine Kontrolle und Manövrierbarkeit gelobt, erfordert aber mehr Einsatz für Power und Spin als diese Rivalen.
Bezüglich der Griffdicke wird sowohl beim Extreme One als auch beim Bela LT ein dicker Griff erwähnt, was die Spielerpräferenz beeinflussen kann.
Bewertung und Fazit des Testers zum Head Extreme One
- Ballabgang: 7/10 — Es fehlt Masse für einfache Beschleunigung
- Sweetspot: 7,5/10 — Erfreulich groß und konstant
- Kontrolle: 8/10 — Präzise und reaktionsschnell
- Maximale Power: 6,5/10 — Durch geringe Masse und mittleren Kern limitiert
- Balancegefühl: 8,5/10 — Leicht, aber nicht instabil
- Komfort: 8/10 — Sehr komfortabel, keine spürbaren Vibrationen
- Schlaggefühl: 7,5/10 — Ehrlich, könnte aber fester sein
- Spin: 7/10 — Spieler muss aktiv arbeiten, nicht außergewöhnlich
- Stabilität: 6-/10 — Etwas instabil bei harten Schlägen
- Spielbarkeit: 6,5/10 — Anspruchsvoll, am besten für Fortgeschrittene
- Grundlinienspiel: 8,5/10 — Hervorragend für Defensive und Erholung
- Abwehr: 8,5/10 — Hervorragend für schnelle, agile Reaktionen
- Wandausgang: 7,5/10 — Effektiv, aber nicht kraftvoll
- Volleys (Vibora/Bandeja): 8/10 — Agil und konstant, nicht übermäßig kraftvoll
- Flacher Smash: 7/10 — Ausreichend, erfordert Spielereinsatz
- Topspin-Smash: 7,5/10 — Technisch, erfordert Timing und Kraft
Für wen eignet sich der Head Extreme One?
Der Head Extreme One ist ein markanter, technischer Schläger, der sich am besten für fortgeschrittene Spieler eignet, die Wert auf Manövrierbarkeit, Kontrolle und Komfort legen statt auf rohe Power. Seine besondere Konstruktion und das ultraleichte Gewicht sorgen für ein schnelles, reaktionsfreudiges Spielgefühl, verlangen aber gute Technik und Timing, um das volle Potenzial auszuschöpfen. Spieler, die mühelose Power oder maximalen Spin suchen, werden weniger zufrieden sein, während Präzisionsliebhaber mit großem Sweetspot seine Stärken schätzen. Der Tester beschreibt ihn letztlich als „Love it or hate it“-Option – unvergesslich, aber nicht für jeden.





