Überblick über die Kuikma Carbon-Serie und wichtige Innovationen
Der Tester stellt die Kuikma Carbon-Serie vor und hebt die drei unterschiedlichen Modelle hervor: Power Carbon, Hybrid Carbon und Control Carbon. Alle drei Schläger verfügen über einen Kernaufbau mit 12K-Carbon-Oberfläche und einem Black EVA-Kern mit mittlerem Spielgefühl, sind aber jeweils mit individuellen Eigenschaften für verschiedene Spielstile konzipiert. Diese neue Serie ersetzt die bisherige 990-Linie und soll eine bessere Handhabung und ein moderneres Spielgefühl bieten, insbesondere als Reaktion auf Rückmeldungen, dass die Vorgängermodelle zu hart und weniger dynamisch für das heutige, schnellere und explosivere Padelspiel waren.
Ein herausragendes Merkmal der gesamten Serie ist das Anti-Vibrationssystem, das zuvor nur in Kuikmas Pro-Linie zu finden war. Diese Ergänzung – trotz des niedrigeren Preises der Carbon-Serie – soll den Komfort erhöhen und die Armmüdigkeit reduzieren, was von Spielern häufig gewünscht wurde. Der Tester merkt an, dass der neue längere, dünnere Griff eine weitere wichtige Neuerung ist, die den Halt und die Manövrierbarkeit verbessert, insbesondere für Spieler mit beidhändiger Rückhand.
Technische Daten und Konstruktionsdetails
- Oberflächenmaterial: 12K-Carbonfaser
- Kern: Black EVA, mittleres Spielgefühl
- Oberfläche: 3D-raue Struktur
- Durchschnittsgewicht: 370g ± 5g (getestete Schläger: Control 369g, Hybrid 368g, Power 370g)
- Balancepunkte: Control 25,9 cm, Hybrid ~26 cm, Power 25,7–25,8 cm
- Griff: Länger und dünner für besseren Halt
- Anti-Vibrationssystem: Aus der Pro-Serie übernommen
Jedes Modell verfügt über ein einzigartiges Bohrmuster und eine eigene Form, die auf den jeweiligen Spielstil abgestimmt sind. Das Power-Modell verwendet kleinere Löcher am oberen Rand für eine steifere Schlagfläche, das Hybrid hat einen höheren Sweetspot mit größeren zentralen Löchern und das Control platziert größere Löcher am Rand für einen verzeihenderen zentralen Sweetspot.
Spielgefühl auf dem Platz: Control Carbon
Der Control Carbon wird als der komfortabelste und zugänglichste der drei beschrieben, mit einem Sweetspot in der Mitte der Schlagfläche. Der Tester hebt das neutrale Handling hervor – weder besonders wendig noch schwerfällig – und betont, dass er sich besonders im Defensivspiel, vor allem von der Grundlinie, auszeichnet. Die mittlere Härte und der zentrale Sweetspot sorgen für eine gleichmäßige, vorhersehbare Rückmeldung, was das Zurückspielen von Bällen mit mittlerem bis niedrigem Tempo erleichtert.
Beim Ballabsprung bietet der Control Carbon etwas mehr als erwartet für einen Schläger mit trockenem Gefühl, ist aber nicht übermäßig lebendig. Bei höherem Tempo fiel es dem Tester schwerer, die Kontrolle zu behalten, wobei Bälle manchmal höher oder weiter flogen als gewollt. Dieses Modell eignet sich am besten für Spieler, die Wert auf Komfort und Konstanz legen und nicht auf aggressive Angriffspower setzen.
Hybrid Carbon: Vielseitigkeit und ausgewogene Performance
Der Hybrid Carbon überzeugt durch seine Vielseitigkeit und bietet eine Mischung aus Kontrolle und Power. Sein Sweetspot liegt etwas höher als beim Control, was zu einem trockeneren Gefühl und etwas weniger Ballabsprung bei niedrigen Geschwindigkeiten führt. Bei schnellerem Spieltempo stellte der Tester jedoch fest, dass der Hybrid Carbon mehr Kontrolle bietet und festere, selbstbewusstere Schläge von der Grundlinie ermöglicht.
Das Handling bleibt unkompliziert, der Schläger wirkt nicht fordernd. Das höhere Gleichgewicht und der höhere Sweetspot des Hybrid erleichtern offensive Schläge mit mehr Gewicht und Spin, besonders bei Volleys und Überkopfspiel. Der Tester bezeichnet ihn als den komplettesten und anpassungsfähigsten Schläger der Serie, ideal für Spieler, die eine Balance zwischen Defensive und Angriff suchen.
Power Carbon: Technische Ansprüche und Angriffspotenzial
Der Power Carbon ist das anspruchsvollste und technischste Modell der drei. Sein Sweetspot ist höher und kleiner, die Balance liegt auf dem Papier niedriger, fühlt sich im Spiel durch die Diamantform aber kopflastig an. Dieses Design erfordert eine gute Positionierung und Technik, da der Schläger weniger Fehler verzeiht und mehr körperlichen Einsatz verlangt, besonders in der Defensive.
Bei mittlerem bis niedrigem Tempo bietet der Power Carbon den geringsten Ballabsprung und ist von der Grundlinie am schwierigsten zu spielen. Ist der Spieler jedoch gut positioniert und kann fest zuschlagen, überzeugt der Schläger mit Kontrolle und Beschleunigung und liefert die meiste Power und Geschwindigkeit der drei Modelle. Der Tester empfiehlt dieses Modell fortgeschrittenen oder offensiven Spielern, die den Ball konstant sauber treffen und maximale Leistung im Angriff suchen.
Performance bei Volleys und Überkopfspiel in der gesamten Serie
Beim Volleyspiel erweist sich der Control Carbon erneut als am einfachsten zu handhaben, mit einem verzeihenden Sweetspot und müheloser Länge bei Blocks und weicheren Schlägen. Allerdings können Bälle aufschwimmen, wenn sie nicht mit einer Abwärtsbewegung getroffen werden, was ihn weniger für aggressives Netzspiel geeignet macht.
Der Hybrid Carbon verbessert dies durch bessere Performance bei mittlerem bis hohem Tempo, wobei das höhere Gleichgewicht offensive Volleys und Spin unterstützt. Der Power Carbon fordert den Spieler am meisten, belohnt aber gute Technik mit überlegener Power und Kontrolle bei schnellen, offensiven Volleys und Überkopfschlägen. Im Überkopfspiel überzeugt das Power-Modell durch schnelle Beschleunigung und kraftvolle Smashes, aber nur bei sauber getroffenen Bällen im Sweetspot.
Vergleich mit bisherigen Kuikma- und anderen beliebten Modellen
Der Tester merkt an, dass die Kuikma Carbon-Serie deutlich weicher und komfortabler ist als die bisherige 990-Serie und damit frühere Beschwerden über zu große Härte adressiert. Im Vergleich zur Kuikma Pro-Linie fehlt den Carbon-Modellen die Dual Foam-Technologie, was zu einem stabileren, aber weniger dynamisch anpassungsfähigen Spielgefühl führt. In Sachen Härte sieht der Tester die Carbon-Serie auf einem Niveau mit der NOX AT10 12K und der Bullpadel Hack 02 2024 und bietet so ein vertrautes Gefühl für Spieler, die diese Schläger gewohnt sind.
Wichtige Bewertungen des Testers für jedes Modell
- Control Carbon: Am komfortabelsten und verzeihendsten; ideal für Defensivspieler und alle, die Wert auf Konstanz legen.
- Hybrid Carbon: Am vielseitigsten; vereint Kontrolle und Power, geeignet für das gesamte Spielfeld.
- Power Carbon: Am technischsten und anspruchsvollsten; ideal für fortgeschrittene, offensive Spieler, die maximale Power und Kontrolle im Angriff wollen.
Alle drei Schläger bieten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis für €129,99 und haben ein mittelhohes Gewicht, das nicht jedem liegt. Der Tester empfiehlt eine leichtere Version (ca. 365g) für bessere Manövrierbarkeit, besonders für Spieler, die nicht an schwere Schläger gewöhnt sind.





