Nox VK10 Luxury Padelschläger: Materialien, Spezifikationen und erste Eindrücke
Der Nox VK10 Luxury ist ein Padelschläger, der in Zusammenarbeit mit Aranzazu Osoro entwickelt wurde, der argentinischen Profi-Spielerin, bekannt als „La Vikinga“. Dieses Modell zeichnet sich durch seine runde Form und eine Schlagfläche aus, die aus einer Kombination von einer Schicht metallisiertem Fiberglas und zusätzlichen Schichten aus Standard-Fiberglas besteht. Das Ergebnis ist ein Schläger mit bemerkenswerter Elastizität und einem weichen Spielgefühl, das durch den HR3 Core – Nox’ klassischem Schaumstoff – für beeindruckenden Ballauswurf sorgt.
- Gewicht: 360–375g (getestetes Modell: 359g ohne Schlaufe)
- Balance: 26cm (mittel)
- Schlagflächenmaterial: Metallisiertes Fiberglas + Fiberglas-Schichten
- Kern: HR3 Core
- Form: Rund
- Oberfläche: Raue Struktur für Spin
- UVP: 322 € (Straßenpreis ca. 143 €)
Der Tester von Padel Review merkt an, dass das Gewicht des VK10 trotz Signature-Modell für eine Frau im oberen Bereich für den Damenmarkt liegt. Das Testmodell wog 359g (ohne das abnehmbare Smart Strap), was am unteren Ende der Skala liegt, aber dennoch für viele Spielerinnen recht schwer ist. Der mittlere Balancepunkt bei 26cm sorgt für Stabilität, dennoch fühlt sich der Schläger insgesamt etwas schwer an, besonders für Spieler, die leichtere Modelle gewohnt sind.
Komfort und Handling: Stärken und Schwächen auf dem Platz
Auf dem Platz beeindruckt der Nox VK10 Luxury mit weichem Touch und großzügigem Sweetspot. Der Tester hebt den Komfort bei niedrigen und mittleren Spielgeschwindigkeiten hervor und beschreibt das Gefühl als „wie ein Handschuh in der Hand“. Der Schläger glänzt in Kontrollsituationen und ist ideal für fortgeschrittene oder sogar Anfänger-Spieler auf der rechten Seite, die Präzision mehr als rohe Power schätzen.
Allerdings wird angemerkt, dass der VK10 nicht zu den wendigsten Schlägern im Test gehört. Gewicht und Balance machen ihn weniger agil bei schnellen Ballwechseln oder wenn schnelle Handgelenksbewegungen gefragt sind. Auch das Griffdesign wird kritisiert: Es fühlt sich klein und unbequem an, und der Knauf wird als „fast nicht vorhanden“ beschrieben. Das Smart Strap System ist zwar hygienisch und abnehmbar, gleicht aber den fehlenden ergonomischen Komfort des Griffs nicht aus.
Leistung von der Grundlinie und am Netz
Von der Grundlinie bieten die elastische Schlagfläche und der HR3 Core einen hervorragenden Ballauswurf, besonders bei langsameren Schlägen. Der Tester findet es einfach, Lobs und Defensivschläge präzise zu platzieren, dank des großen Sweetspots und der fehlerverzeihenden Rückmeldung. Auch das Spinpotenzial wird positiv bewertet, da die raue Oberfläche hilft, Slice und Topspin zu erzeugen, wenn nötig.
Am Netz sorgt die Fiberglaskonstruktion für tiefes Spiel bei Volleys, sodass sich der Ball mit wenig Aufwand weit nach hinten spielen lässt. Der Tester merkt an, dass der Schläger „macht, was man will“ bei moderatem Tempo und so gezielte Platzierungen und gefühlvolle Schläge ermöglicht. Mit zunehmendem Tempo wird der VK10 jedoch schwerer zu kontrollieren. Der Ball kann „vom Schläger springen“, und die mangelnde Wendigkeit wird bei schnellen Reaktionen oder aggressiven Volleys deutlicher.
Power, Smashs und schnelles Spiel
In Sachen Power ist der VK10 Luxury ein zweischneidiges Schwert. Der Tester stellt fest, dass man für schnelle, aggressive Schläge oder Smashs viel Körpereinsatz braucht. Die weiche Schlagfläche absorbiert einen Großteil der Kraft, sodass man „alles geben muss“, um hohe Geschwindigkeit zu erreichen. Selbst dann kommt der Ballauswurf nicht an steifere, offensiver ausgerichtete Schläger heran.
Bei Überkopf- und Smashschlägen empfand der Tester den VK10 als ermüdend, besonders für Spieler auf der linken Seite oder solche, die auf kraftvolle Abschlüsse setzen. Der Ball „versinkt“ in der Schlagfläche, was zusätzlichen Kraftaufwand für Tiefe und Tempo erfordert. Das macht ihn weniger geeignet für fortgeschrittene Herren oder Spieler, die einen Schläger für aggressives Spiel auf der linken Seite suchen.
Vergleich mit anderen Nox-Modellen und Verarbeitungsqualität
Der Kanal zieht einen direkten Vergleich zwischen dem VK10 und dem Nox Lamperti des Vorjahres und stellt fest, dass beide eine ähnliche Konstruktion haben – doppelte Fiberglas-Schichten und denselben HR3 Core. Die Hauptunterschiede liegen in Form und Design, wobei der Lamperti 2023 auf eine Carbon-Schlagfläche umgestellt wurde, die ein härteres und kraftvolleres Spielgefühl bietet.
Die Verarbeitungsqualität wird wiederholt kritisiert. Der Tester bemängelt, dass der VK10 ohne Rahmenschutz geliefert wird, was angesichts des hohen Preises enttäuschend ist. Die Verarbeitung des Griffs ist uneinheitlich, einige Plastikteile sind schlecht angepasst. Für einen Schläger mit einem Listenpreis von über 300 € werden diese Details als Schwächen angesehen.
Für wen ist der Nox VK10 Luxury geeignet?
Laut Padel Review eignet sich der VK10 Luxury am besten für fortgeschrittene Rechtsspieler, die Wert auf Komfort, Kontrolle und ein weiches Spielgefühl legen. Besonders geeignet ist er für fortgeschrittene Damen, die mit dem Gewicht zurechtkommen, oder für Herren, die in moderatem Tempo spielen und Platzierung über Power stellen. Für aggressive Linksspieler oder alle, die einen leichten, sehr wendigen Schläger suchen, wird er nicht empfohlen.
Die Kombination aus großem Sweetspot, einfachem Ballauswurf und fehlerverzeihendem Gefühl macht ihn zu einer guten Wahl für alle, die einen zuverlässigen, kontrollorientierten Schläger für ein ruhiges Spiel suchen. Preis und Verarbeitungsqualität könnten jedoch für manche Käufer ein Nachteil sein.
Padel Review-Bewertungen für den Nox VK10 Luxury
- Power: 7,5
- Kontrolle: 7,5
- Ballauswurf: 9
- Sweetspot: 9
- Wendigkeit: 8
Diese Bewertungen spiegeln die Stärken des VK10 in Sachen Komfort und Ballauswurf wider, erkennen aber auch die Schwächen bei Power und Agilität an. Der Tester empfiehlt den Schläger letztlich nicht für die meisten Herren oder für Damen, die leichtere Modelle bevorzugen, sieht ihn aber als starke Option für fortgeschrittene Rechtsspieler, die in moderatem Tempo spielen und ein weiches, fehlerverzeihendes Gefühl schätzen.





