Chingotto und Galán beenden 343-tägige Durststrecke gegen Coello und Tapia
Das Premier Padel Italy Major bot einen der am meisten erwarteten Momente der Saison, als Fede Chingotto und Ale Galán endlich ihre lange Niederlagenserie gegen das dominante Duo Arturo Coello und Agustín Tapia beendeten. Nach 343 Tagen ohne einen einzigen offiziellen Sieg gegen das weltweite Nummer-eins-Duo triumphierte „Chingalán“ in Rom, beendete eine Serie von neun Niederlagen in Folge und verschob das Gleichgewicht an der Spitze der Padel-Welt.
Dieser Sieg markiert nicht nur einen Wendepunkt für Chingotto und Galán, sondern mischt auch das Rennen um die Nummer-eins-Position neu auf – beide Paare sind nun in eine erbitterte Rivalität verwickelt, die die Saison 2024 prägt.
Drama und Verletzungen prägen die frühen Runden des Italy Major
Das Italy Major war geprägt von einer Reihe von Verletzungen und Paarwechseln, die dem Turnier zusätzliche Unvorhersehbarkeit verliehen. Drei Spieler erlitten erhebliche Rückschläge: Valentino Libaak, Martín Di Nenno und Thomas Leygue. Leygues Rückenverletzung wird ihn bis September außer Gefecht setzen, sodass Javi Garrido einen neuen Partner finden muss. Di Nennos dramatische Knöchelverletzung, die vom Kommentator als „wie ein Padelball im Knöchel“ beschrieben wurde, war ein besonders harter Schlag im Achtelfinale.
Diese Verletzungen führten zu neuen Paarungen und taktischen Anpassungen, wobei einige Teams sich kurzfristig umstellen mussten. Der Kanal hob hervor, wie diese Störungen zu einer offeneren und unvorhersehbaren Turnieratmosphäre beitrugen.
Trennungen und neue Partnerschaften wirbeln die Herrentour auf
Eine der meistdiskutierten Geschichten war die Trennung von Tolito Aguirre und Gonza Alfonso, dem Top-Duo der A1 Padel Tour. Trotz ihrer Freundschaft – Tolito trägt sogar ein Tattoo von Gonzas Logo – entschieden sich die beiden nach einer Serie früher Niederlagen bei Premier Padel-Events zur Trennung. Ihr letzter gemeinsamer Sieg gelang beim Brussels P2, doch danach konnten sie bei großen Turnieren keinen Einfluss mehr nehmen.
- Tolito Aguirre spielt nun mit Javi Garrido
- Gonza Alfonso bildet ein Team mit Sanyo Gutiérrez
Der Kommentator fragte die Zuschauer, welches dieser neuen Paare sie bevorzugen, und unterstrich damit die Spannung und Unsicherheit, die mit solch hochkarätigen Veränderungen einhergeht.
Atmosphäre und Kulisse: Die Magie des Foro Italico
Der Austragungsort des Italy Major, das Foro Italico in Rom, wurde als „der charismatischste Padelplatz der Welt“ beschrieben. Der Veranstalter betonte die einzigartige Atmosphäre, mit Plätzen, die von 24 Marmorstatuen umgeben sind, und einem spürbaren Hauch von Geschichte. Der zentrale Platz, Campo Centrale, wurde als Muss für jeden Padel-Fan hervorgehoben und bietet eine selten erreichte Mischung aus Tradition und Spektakel auf der Tour.
Abseits der Hauptplätze wies der Kommentator auf die Mini-Padelplätze und die Möglichkeit für Fans hin, den Sport in einer wirklich ikonischen Umgebung zu erleben. Die Verbindung von Tennisgeschichte und dem Aufstieg des Padelsports verlieh dem Event für Spieler und Zuschauer eine besondere Note.
Schlüsselspiele: Halbfinalspannung und taktische Duelle
Das Halbfinale zwischen Chingotto/Galán und Stupa/Di Nenno wurde als eines der besten Spiele des Turniers beschrieben. Der Kommentator empfand Stupa und Di Nenno über weite Strecken als überlegen, aber Chingotto und Galáns mentale Stärke gab letztlich den Ausschlag. Die Energie des Publikums, einschließlich einiger störender Momente, erhöhte die Spannung, doch letztlich setzten sich Chingaláns Fokus und Widerstandsfähigkeit durch und brachten sie ins Finale.
Andernorts zeigten Franco Stupaczuk und Martín Di Nenno weiterhin ihre Klasse, während Franco Guerrero und Fabián als Paar ihr erstes großes Halbfinale erreichten und mit taktischem Spiel und Teamarbeit überzeugten.
Das Finale: Wie Chingotto und Galán Coello und Tapia stürzten
Das Finale war das 18. Aufeinandertreffen dieser beiden Elitepaare, wobei Coello und Tapia die vorherigen neun Begegnungen gewonnen hatten. Das Match entwickelte sich zu einem Klassiker: Coello und Tapia gewannen den ersten Satz, Chingotto und Galán kämpften sich im Tiebreak zum Satzausgleich und sicherten sich dann den Sieg mit 6:3 im dritten Satz.
Der Kommentator identifizierte zwei entscheidende Faktoren:
- Galáns Smash: Galán spielte mehr Smashes – und effektiver – als Tapia und Coello zusammen, setzte die Gegner unter konstanten Druck und beendete viele Punkte mit Autorität.
- Chingottos Lob: Chingottos hochwertige Lobs brachten Tapia und Coello immer wieder aus dem Rhythmus, zwangen sie zu Fehlern und neutralisierten ihr Angriffsspiel. Bemerkenswert: Chingotto machte im gesamten Finale nur drei oder vier Fehler.
Taktisch nahmen Chingotto und Galán Coello häufiger ins Visier – eine Strategie, die bereits im Vorjahresfinale des Italy Major für sie funktioniert hatte. Die Statistiken unterstrichen ihre Dominanz: Während Tapia und Coello nur drei Breakbälle erspielten, kamen Chingotto und Galán auf acht.
Was dieser Sieg für die Padelwelt bedeutet
Mit diesem Sieg beendeten Chingotto und Galán nicht nur eine Negativserie von neun Spielen, sondern setzten sich auch an die Spitze des Saisonrennens. Der Kommentator bemerkte, dass dieser Erfolg ihrem Triumph beim Italy Major des Vorjahres ähnelt – Rom wird für das Duo offenbar zu einem besonderen Ort.
Coello und Tapia bleiben unterdessen eines der erfolgreichsten Paare des Sports und haben nun die 33 Titel von Juan Lebrón und Ale Galán als Paar eingestellt. Die Rivalität zwischen diesen beiden Teams wird den Rest der Saison prägen – das nächste große Duell dürfte in Valladolid, Coellos Heimatstadt, stattfinden.
- Chingotto/Galán: Beendeten eine 343-tägige Niederlagenserie gegen Coello/Tapia
- Endstand: Ersten Satz verloren, zweiten im Tiebreak gewonnen, 6:3 im dritten
- Schlüsseltaktiken: Galáns Smashes, Chingottos Lobs, Fokus auf Coello
- Breakbälle: 8 für Chingotto/Galán, 3 für Coello/Tapia
- Rangliste: Chingotto/Galán jetzt Nummer eins
Das Italy Major in Rom hat sich erneut als Bühne für Dramatik, taktische Brillanz und wechselnde Glücksmomente an der Spitze der Padelwelt erwiesen.





